Das Museumsgebäude
Der Schaumburger Hof
heutiger Sitz des Museums Bückeburg steht auf den Grundmauern
eines Burgmannshofes, der zusammen mit zwei anderen und der Burg (Schloss
Bückeburg) die Stadt begrenzten.
Den Burgmannshof hatten die von Münchhausen 1463 als Lehen, bis er
1564 von Graf Otto zu Schaumburg gegen eine Entschädigung eingelöst
wurde.
Zu diesem Zeitpunkt stand schon das jetzige Gebäude, dessen Fertigstellung
auf 1564 festgelegt werden kann. Eine dendrochronologische Untersuchung des
Weserrenaissance Museums Schloß-Brake ergab eine Fällung des
Bauholzes um 1562/63.
Einen weiteren Hinweis ergibt der Eintrag im Amtsregister von 1563/64, wo die
Handwerker und Knechte für's Lattenanschlagen an Adolf Stevens Haus
abgelohnt wurden. Adolf Steven war Amtmann, ihm wurde das Gebäude am 18.
Juli 1564 für seine Verdienste und als Hochzeitsgabe von Graf Otto von
Schaumburg überschrieben. Was mit dem abgerissenen Gebäude geschehen
ist, das als Burgmannshof galt, ist bis heute ungewiss.
Vor 1606 muß das Haus wieder in den Besitz des Grafen
gekommen sein, den am 19. Mai 1606 überließ Graf Ernst seinem
Kanzler von Weyhe das Gebäude als freien Burgmannssitz. Am 21. März
1620 verließ dieser Bückeburg, da er Kanzler am Hofe des Herzogs
Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel wurde. So verkaufte er das
Gebäude für 1000 Taler an den Grafen Ernst. Von 1620 bis 1904
wechselte das Gebäude mehrfach den Besitzer und wurde zuletzt als
fürstliches Baudepartment genutzt.
Als das fürstliche Baudepartment 1904 in einen Anbau der Hofkammer zog,
stellte Fürst Georg das Haus dem "Verein für Geschichte,
Altertümer und Landeskunde des Fürstentums Schaumburg-Lippe" als
Museum zur Verfügung. Im Oktober 1904 wurde der erste Mietvertrag
unterzeichnet.
Am 19. Februar 1905 öffnete das Museum in einer feierlichen Einweihung
seine Pforten.
Die ausführliche Geschichte des Museum
Bückeburg finden Sie hier:
"Der Schaumburger Hof in Bückeburg"
Dr. Torsten Albrecht, Schaumburg-Lippische Mitteilungen Heft 29/30